Deep Sky-Fotografie der Andromedagalaxie (M31, Messier 31) im Sternbild Andromeda, aufgenommen mit einem Skywatcher 150P bei 750mm Brennweite und f5
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Messier 31 - Andromedagalaxie

Deep Sky-Fotografie der Andromedagalaxie (M31 / Messier 31) im Sternbild Andromeda, aufgenommen mit einem Canon EF Objektiv 70-200mm ISM bei 200mm und f4,0
Die Andromedagalaxie und Begleitung im Widefield

Die Andromedagalaxie (Messier 31) ist eine Spiralgalaxie in der Nachbarschaft unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße. Sie ist umgeben von den Satellitengalaxien M110 und M32. M31 ist rund 2,5 Mio. Lichtjahre entfernt, das entspricht in etwa dem 25-Fachen des Durchmessers der Milchstraße. Die Andromedagalaxie ist also gar nicht „so weit“ entfernt und ist daher selbst aus der Stadt noch zu sehen, wenn auch nur mit dem Fernglas.

M31 ist aber nicht die uns am nächsten gelegene Galaxie, wie man vielleicht denken könnte. Die Milchstraße hat ebenfalls einige Satellitengalaxien, z.B. die Große und die Kleine Magellansche Wolke mit einer Entfernung von rund 200.000 Lichtjahren. Die beiden sind von Deutschland aus aber nicht zu sehen und daher nicht so präsent.

Unter dunklem Himmel ist M31 recht leicht auch ohne Hilfsmittel zu finden. Dazu bedient man sich des „Starhopping“ und geht vom Stern Mirach im Sternbild Andromeda aus im rechten Winkel zur gedachten Linie zwischen Mirach und Almach ab. Sieht man anstatt der Andromedagalaxie den Dreiecksnebel (oder gar nichts, weil M33 deutlich schwächer leuchtet), ist man in die falsche Richtung abgebogen.

Lessons Learned

Das Bild der Andromedagalaxie ist mein erstes Bild mit Autoguiding und Einzelbelichtungen von mehr als einer Minute. Vorher gab es bereits zwei Aufnahmesessions mit Guiding, aber die Aufnahmen fielen völlig verhunzten Flats zum Opfer.

Die Andromedagalaxie gilt in der Astrofotografie als Motiv für Anfänger, ähnlich wie die Plejaden oder der Orionnebel. Das heißt aber nicht, dass es leicht wäre, ein gutes Bild von M31 zu machen. Denn es gibt ein paar Details, die man bei der Bildbearbeitung leicht übersehen kann. So gibt es einen Materiestrom von M110 rüber zur Andromedagalaxie. In M110 ist auch eine Struktur mit Staubfeldern zu sehen, die man bei der Bearbeitung leicht ausbrennen kann.

Frank Sackenheim hat mein Bild in seiner Himmelsvorschau als Zuschauerbild gezeigt.

Aufnahmedaten

Astrometrie