Deep Sky-Fotografie des Herznebels und des Seelennebels und der Sternhaufen NGC 869 & NGC 884 - h & chi Persei, an der Grenze der Sternbilder Cassiopeia und Perseus. Aufgenommen mit einem Canon EF 70-200mm f/4L USM bei 70mm Brennweite und f4,5
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IC 1805 - Herznebel / IC 1848 - Seelennebel

Deep Sky-Fotografie der offenen Sternhaufen NGC 869 und NGC 884 (Double Cluster / Doppelhaufen / h-Persei & chi-Persei) im Sternbild Perseus, aufgenommen mit einem Skywatcher 150P bei 750mm Brennweite und f5
Der Doppelsternhaufen in der Nahaufnahme

An der Grenze der beiden Sternbilder Cassiopeia und Perseus befinden sich der Herznebel und der Seelennebel. Das Gesamtkunstwerk ist als „Herz- und Seelennebel“ bekannt. Beide Emissionsnebel bergen offene Sternhaufen, deren Sterne die Nebel von innen ausleuchten. Am zulaufenden Ende des Herznebels liegt der Fischkopfnebel (IC 1795), der hellste Nebel im Bildfeld.

Viel unscheinbarer ist die h-alpha-Region Sh 2-202 oberhalb des Seelennebels. Sie umgibt den offenen Sternhaufen Stock 23 (Pazmino’s Cluster).

Direkt darüber, am oberen Bildrand, sind die beiden Reflexionsnebel vdB 14 und vdB 15 zu erkennen. vdB 15 ist leider halb abgeschnitten. Diese Reflexionsnebel hatte ich bei der Bildplanung nicht auf dem Schirm.

In der linken Bildhälfte sieht man den ikonischen „Double Cluster“ im Sternbild Perseus.

h-alpha-Aufnahe

Lessons learned

Bei dieser und der darauffolgenden Aufnahme des Flammensternnebels mit dem Canon Teleobjektiv musste ich eine recht schmerzhafte Erfahrung machen. Und zwar hatte ich vergessen, die Objektivkorrektur der Kamera zu deaktivieren. In der Folge hatten die kalibrierten Lights eine ziemlich heftige Vignette. Also, immer schön die Objektivkorrektur deaktivieren!

Bei dieser Aufnahme kam erstmals der h-alpha-Filter von Astronomik zum Einsatz. Das Fokussieren mit Bathinov-Maske war nicht einfach. Durch den Filter sind nur die allerhellsten Sterne im Live-View der Kamera zu sehen. Ich bin daher zum Fokussieren zu den hellen Sternen von Cassiopeia rübergeschwenkt. Es gibt den Filter auch mit 6nm Bandpass, aber nach der Erfahrung beim Fokussieren bin ich sehr froh, den Filter mit 12nm Bandpass zu haben.

Die h-alpha-Aufnahmen habe ich bei mir zuhause in Hamburg-Mitte gemacht, in der zweiten Hälfte der Session stieg langsam der Halbmond auf. Die Bedingungen waren also alles andere als optimal. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis der h-alpha-Aufnahmen.

Aufnahmedaten

Astrometrie