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M42 - Orionnebel

Der Orionnebel ist ein Emissionsnebel im Sternbild Orion. Er befindet sich prominent unterhalb des „Gürtels“ des Orions, bestehend aus den Sternen Alnitak, Alnilam und Mintaka. Der Nebel wird von innen heraus von den vier Sternen, die ein Trapez bilden, zum Leuchten angeregt. Er ist so hell, dass er sogar von meinem Wohnort in Hamburg-Mitte mit bloßem Auge als heller Fleck wahrgenommen werden kann.

Rechts vom Orionnebel befindet sich der „Running Man“-Nebel (NGC 1977).

Lessons Learned: Flats richtig belichten

Durch seine Helligkeit ist der Orionnebel ein beliebtes Motiv für Anfänger in der Astrofotografie, da er mit relativ wenig Belichtungszeit aufzunehmen und gut auffindbar ist. Entsprechend viele mittelmäßige bis schlechte Bilder gibt es vom Orion. Auch dieses Bild hier ist ein Beispiel dafür. Entsprechend ist diese Aufnahme des Orionnebels nicht meine finale Aufnahme, sondern ich möchte es irgendwann noch einmal richtig machen.

Wegen des durchgehend schlechten Wetters im Winter 2021/22 habe ich mich an einem Abend mit 80% Mond für die Aufnahme entschieden, um überhaupt mal ein Bild vom Orionnebel machen zu können. Entsprechend gering war der Kontrast in den Aufnahmen. Da ich damals noch keine modifizierte Kamera hatte, ist der h alpha-Anteil in der Aufnahme nicht sehr ausgeprägt. Dass dennoch viel Rot in der Aufnahme zu sehen ist demonstriert, wie hell der Nebel ist.

Hinzu kommt, dass ich erst bei der Beschäftigung mit den Flatfield-Aufnahmen wirklich verstanden habe, wie man Flats aufnimmt. Mit anderen Worten: Die Flats für diese Aufnahme habe ich verbockt. Im Ergebnis hatte ich im Stack ein starkes Banding und starke Gradienten.

Die Kollegen aus dem astronomie.de-Forum haben mir dann vorbildlich geholfen. Dort wurde mir erklärt, dass ich die ADU-Werte, also die Helligkeitswerte der Flats, im Mittel auf etwas mehr als 50% der mit dem Sensor möglichen ADUs bringen muss. Das sind bei meinem 14-Bit-Sensor der EOS M100 2 hoch 14 = 16.384 ADUs. Entsprechend sollten die Flats ein ADU-Median von 8.500 bis 9.000 haben. Ein Programm wie SIRIL kann die ADU-Werte der Aufnahmen auslesen.

Nach viel Ausprobieren habe ich gemerkt, dass ich die Flats zuverlässig belichten kann, wenn ich im Autobelichtungs-Modus der Kamera die Helligkeit auf +2,7 stelle. Auch heute noch nehme ich meine Flats mit dieser Einstellung auf.

Wenn die Flats nicht richtig korrigieren, gilt:

Ecken zu dunkel -> Unterkorrektur -> Flats überbelichtet
Ecken zu hell -> Überkorrektur -> Flats unterbelichtet

Aufnahmedaten

Astrometrie