Deep Sky-Fotografie der Sadr-Region mit IC 1318 und NGC 6910 im Sternbild Schwan, aufgenommen mit einem Skywatcher 150P bei 750mm Brennweite und f5
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IC 1318 - Schmetterlingsnebel (Sadr-Region)

Deep Sky-Fotografie des Sternbild Schwan (Cygnus) mit Nordamerikanebel (NGC 7000), aufgenommen mit einem Canon EF Objektiv 50mm f1.8 STM bei f4,0
Sadr im Herz des Sternbild Schwan

Sadr ist nach Deneb der hellste Stern im Sternbild Schwan und markiert den Mittelpunkt des Sternbilds. Sadr hat den 150-fachen Radius der Sonne und strahlt 33.000 Mal mehr Energie ab als unser Heimatstern.

Das Gebiet im Bild ist Teil der sogenannten „Sadr-Region“. Sadr ist umgeben vom Schmetterlingsnebel (IC 1318), der von einer Dunkelwolke (LDN 889) in zwei Teile geteilt wird. Im Bild zu sehen sind IC 1318b (links des Dunkelnebels) und IC 1318c (rechts des Dunkelnebels).

Im linken Viertel sieht man den Sternhaufen NGC 6910, auch „Rocking Horse-Cluster“ genannt.

Lessons learned: Spiegelung am halpha-Filter

Der Versuch, die Spiegelung in GIMP zu entfernen

Für den Astrofotografen ist Sadr kein ganz einfaches Objekt, da der Stern wegen seiner Helligkeit Halos und Reflexionen erzeugen kann. In meinem Fall gab es Spiegelungen am halpha-Filter, die schwierig zu kaschieren waren.

Ich verwende einen Clip in-Filter, da ich ihn im Gegensatz zu einem Schraubfilter mit jeder Optik verwenden kann. Es gibt mindestens drei große Nachteile gegenüber einem Schraubfilter:

  1. Der Filter wird in das Kamera-Gehäuse geklemmt. Dadurch wird der Filter nie ganz parallel zur Fokusebene liegen.
  2. Der Filter liegt hinter dem Komakorrektor und verändert den Weg des Lichts, das den Korrektor verlässt. Damit der Abstand des Korrektors passt, muss man 1/3 der Filterdicke (in diesem Fall 1mm) zum Arbeitsabstand hinzufügen. Vergisst man das, bekommt man Probleme mit den Sternen in den Ecken.
  3. Der Filter ist nah am Sensor, wodurch Spiegelungen und Halos stärker hervortreten.
In diesem Fall spiegelte sich der Hauptspiegel des Teleskops mitsamt Schattenwurf des Okuklarauszugs im halpha-Bild. Ich habe in GIMP die halpha-Ebene dupliziert und mit einer transparenten Ebenenmaske im Modus „Multiplikation“ über die halpha-Ebene gelegt. Mit einem weichen Pinsel habe ich dann die Spiegelung so gut es ging nachgezeichnet. Im fertigen Bild kann man sie nur sehen wenn man weiß, worauf man schauen muss.
 

Lessons learned: Gefräste Fangspiegelspinne muss sein

Die Spikes an Sadr laufen deutlich sichtbar auseinander. Darum habe ich nach den Aufnahmen eine gefräste Fangspiegelspinne eingebaut.

Wikipedia: Sadr
Referenzbild 1: Frank Sackenheim
Referenzbild 2: Bert Delsaert
Referenzbild 3: Frank Sackenheim

Aufnahmedaten

Astrometrie

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