Deep Sky-Aufnahme der Region zwischen den Sternbildern Stier und Perseus, mit Plejaden (Messier 45) und Kalifornien-Nebel, aufgenommen mit einem Canon EF Objektiv 50mm f1.8 STM bei f4,0
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Plejaden und Kaliforniennebel

Deep Sky-Aufnahme der Plejaden (Messier 45), aufgenommen mit einem Skywatcher 150P bei 750mm Brennweite und f5
Detailaufnahme der Plejaden

Das Bild zeigt das Gebiet zwischen den Sternbildern Perseus und Stier. Dort liegen, eingebettet in dichte Staubwolken, die Plejaden und der Kaliforniennebel. Man erkennt gut, wie die Plejaden den sie umgebenden Nebel ausleuchten. Bei dem Staub handelt es sich nicht um das Material, aus dem die Plejaden vor ca. 100 Mio. Jahren entstanden. Vielmehr ziehen die Plejaden nur zufällig durch die Staubwolken hindurch.

Lessons Learned: Dither or Die

Die Temperaturen bei der Aufnahme waren mit -5°C bis -9°C schon extrem. Das Material hat gut durchgehalten, dank meiner Wärmebox für die Powerbanks. Mir selber hat die Kälte aber schon zu schaffen gemacht. Da ich nebenbei noch an meinem Teleskop-Setup laboriert habe, habe ich das händische Dithern etwas vernachlässigt. Entsprechend enthält der Stack ein gutes Maß an Pattern Noise. Dadurch musste ich das Bild stärker entrauschen als mir lieb ist, und dadurch gingen Details in den Nebeln verloren. Die Fehlerkaskade ist bei der Astrofotografie lang.

Sehr gut funktioniert hat mein Doppelsetup bei seinem ersten Einsatz. So konnte ich an einem Abend fast 10 Stunden Belichtungszeit sammeln. Das Konzept hat sich bewährt.

Bei der Bildbarbeitung habe ich erstmals die Sterne und die Nebel getrennt bearbeitet. Da die Sternmaske nur leicht gestretcht wurde, war später keine Sternreduzierung nötig. Nach dem Stacken und der Hintergrundextraktion wurde blurX in PixInsight angewendet. Das Ergebnis ist fantastisch, die Sterne sind bis in die Ecken schön rund.

Referenzbild 1: Robert Eder
Referenzbild 2: Bobby White
Referenzbild 3: Gernot Obertaxer

Aufnahmedaten

Astrometrie

lizenziert unter CC BY-NC-ND 4.0