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halpha-RGB-Komposit erstellen (in GIMP)

Wie kombiniert man Schmalbandaufnahmen in h-alpha mit einem RGB-Bild? Ich zeige hier meine Methode, wie ich beide Aufnahmen zusammen bekomme. Es gibt vielleicht subtilere Methoden für das Zusammenführen in GIMP oder Photoshop, aber es ist einfach und effektiv.

Das RGB-Bild (links) mit addiertem h-alpha (rechts)

Arbeitsschritte im Überblick

Ich gehe in dieser Reihenfolge vor:

  1. Kalibrieren der RGB-Lights
  2. Kalibrieren der h-alpha-Lights
  3. Gemeinsames Registrieren der RGB- und h-alpha-Lights
  4. Getrenntes Stacken der kalibrierten RGB- und h-alpha-Lights
  5. Stretchen/Bearbeiten des RGB-Bildes in SIRIL/ GIMP
  6. Stretchen/Bearbeiten des h-alpha-Bildes in SIRIL/ GIMP
  7. Entsternen des h-alpha-Bildes
  8. Kombinieren beider Bilder in GIMP per Addition

Kalibrieren der RGB-Lights

Zunächst werden die RGB- und h-alpha-Aufnahmen getrennt kalibiert. Das mache ich mit SIRIL mithilfe des Skripts „OSC Preprocessing„. Das Sckript kalibriert nicht nur die Lights mit Flats, Biases und Darks, sondern registriert und stackt die kalibrierten Lights auch. Sobald das Skript bei der Registrierung angekommen ist, können wir es abbrechen. Denn wir brauchen den Stack an dieser Stelle noch nicht und wir müssen die RGB-Lights und die h-alpha-Lights später ohnehin gemeinsam registrieren. Eleganter ist es, die Befehle für Rrgistrierung und Stacking vorher aus dem Skript zu löschen, damit gar nicht erst unnötige Dateien erzeugt werden.

Kalibrieren der h-alpha-Lights

Dann kalibrieren wir die h-alpha Lights, das mache ich in SIRIL mithilfe des Skripts „OSC extract ha„. Auch dieses Skript können wir modifizieren bzw. abbrechen, allerdings erst beim Stacken. Die h-alpha-Lights müssen wir registrieren lassen. Das liegt am kleinen, aber wichtigen „drizzle“-Befehl im Registrierungsteil des Skripts. Bei der Extraktion des Rotkanals aus den Lights kommen die Dateien mit halbierter Auflösung hinten raus. Der „drizzle“-Befehl bringt die Lights dann auf die gewollte Auflösung zurück. Beim Drizzlen wird das Bild auf die Ursprungsgröße extrapoliert. Damit das gut funktioniert, sollte man bei den Aufnahmen gewissenhaft dithern. Zwingend erfolderlich ist das aber nicht.
 

Gemeinsames Registrieren der RGB- und h-alpha-Lights

Nun haben wir die RGB-Aufnahmen und die h-alpha-Aufnahmen kalibriert. Als nächstes müssen wir sie mit der Registrierung in Deckung bringen, bevor wir sie stacken können. Bei der Registrierung von Farbaufnahmen (OSC – One Shot Color) mit SIRIL ist der Grünkanal als Registrierungsebene ausgewählt. Das ergibt bei RGB-Aufnahmen auch Sinn, denn der Grünkanal hat bei OSC-Kameras immer das mit Abstand beste Signal-Rausch-Verhältnis. Denn ein OSC-Sensor hat zwei grüne Fotodioden pro Pixel, aber nur eine blaue und eine rote Fotodiode.

Nun haben unsere h-alpha-Lights aber keinen Rotkanal, da sie infolge der Extraktion zu einem monochromen Bild wurden.

Vorläufige Lösung: Alles debayern.